Willkommen
in der Praxisklinik im Kubus

 

DR. ANNE KEBERNIK
Fachzahnärztin für Kieferorthopädie

DR. MATTHIAS KEBERNIK
Fachzahnarzt für Oralchirurgie, Zertifizierter Implantologe

+ KOLLEGEN

ÖFFNUNGSZEITEN

Montag - Donnerstag
8:00 Uhr - 18:00 Uhr

Freitag
8:00 Uhr - 16:00 Uhr

Termine sind nur nach
telefonischer Absprache möglich

KOMMUNIKATION

Fon 0391 - 59 77 93 44
Fax 0391 - 25 85 84 15


Erich-Weinert-Strasse 32
39104 Magdeburg

Dr. Anne Kebernik
Fachzahnärztin für Kieferorthopädie
 

Vita

Geboren in Schönebeck

  • 2003-2008
    Studium der Zahnheilkunde an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
  • 2009-2010
    Allgemeinzahnärztliche Assistenzzeit in der Praxis für Zahnerhaltung und Ästhetik in Konstanz (Dr. Michael Maurer)
  • 2010-2011
    Weiterbildungsassistentin für Kieferorthopädie in der Praxis Dr. Joseph O. Frick in Konstanz
  • 2011-2013
    Weiterbildungsassistentin für Kieferorthopädie in der Klinik für Kieferorthopädie der Ludwig-Maximillians-Universität München (Prof. Andrea Wichelhaus, Schwerpunkt Kieferorthopädie bei Lippen-Kiefer-Gaumenspalten)
  • 2013
    Promotion zum Dr. med. dent.
  • seit 2013
    Fachzahnärztin für Kieferorthopädie
  • 2013
    Praxisklinik im Kubus in Magdeburg, Überweiserpraxis für Kieferorthopädie
Dr. Matthias Kebernik
Fachzahnarzt für Oralchirurgie
Zertifizierter Implantologe

Vita

Geboren in Magdeburg

  • 2001-2006
    Studium der Zahnheilkunde an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
  • 2007
    Promotion zum Dr. med. dent.
  • 2006-2008
    Wissenschaftlicher Mitarbeiter und Weiterbildungsassistent für Oralchirurgie in der Klinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie an der MLU Halle-Wittenberg (Prof. Schubert)
  • 2008-2010
    Weiterbildungsassistent für Oralchirurgie in der Klinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie am Klinikum Konstanz,
    Prof. Frank Palm, Dr. Dr. Martin Roser
  • Seit 2009
    Referententätigkeit bei nationalen Kongressen
  • Seit 2010
    Fachzahnarzt für Oralchirurgie
  • 2010-2012
    Fachzahnarzt für Oralchirurgie in der Klinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie am Klinikum Konstanz,
    Prof. Frank Palm, Dr. Dr. Martin Roser
  • Seit 2011
    Zertifizierter Implantologe
  • 2012
    Praxisklinik im Kubus in Magdeburg, Überweiserpraxis für Implantologie und Oralchirurgie
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Andrea Duckstein
Fachzahnärztin für Oralchirurgie
 
Dr. Julia Klinsmann
Fachzahnärztin für Kieferorthopädie

Vita

Geboren in Beckendorf-Neindorf (Bördekreis)

  • 2005-2010
    Studium der Zahnmedizin an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
  • 2010
    Approbation als Zahnärztin
  • 2011-2012
    Allgemeinzahnärztliche Tätigkeit in Berlin
  • 2012-2013
    Weiterbildungsassistentin für Kieferorthopädie in kieferorthopädischen Praxis in Berlin
  • 2013-2015
    Weiterbildungsassistentin an der Poliklinik für Kieferorthopädie des Universitätsklinikums Dresden
  • 2015
    Fachzahnärztin für Kieferorthopädie
  • 2015
    Promotion zum Dr. med. dent.
  • seit 2015
    Fachzahnärztin für Kieferorthopädie in der Praxisklinik im Kubus
Andreas Pesch
Facharzt für Anästhesiologie
und Rettungsmedizin
Marie-Christin Sieron
Zahnärztin
Kieferorthopädie
Stefanie Kollrich
Zahnärztin
Weiterbildungsassistentin für Oralchirurgie
Antje Schufft
Praxismanagerin

Jeanette Ultze
Rezeption & Service

Monique Weise
Rezeption & Service

Luisa Krone
Rezeption & Service

Jeanett Zivny
Zahnmedizinische Fachangestellte
Oralchirurgisch-Implantologische FA
Fatma Öner
Zahnmedizinische Fachangestellte
Zertifizierte Sterilgutassistentin
Cindy Lemster
Zahnmedizinische Fachangestellte

Melanie Matthes
Zahnmedizinische Fachangestellte

Vanessa Ahland
Zahnmedizinische Fachangestellte
Anja Rienecker
Zahnmedizinische Fachangestellte KFO

Steffi Minkwitz
Zahnmedizinische Fachangestellte KFO

Christina Adler
Zahnmedizinische Fachangestellte KFO

Manuela Schmidt
Zahnmedizinische Fachangestellte KFO

Katrin Christmann
Zahntechnikerin

Susann Osyra
Praxishygiene

Marlis Haldemann
Mitarbeiterzufriedenheit / Köchin

Behandlungs­spektrum

Implantologie

Aufenthalt

ambulant 2 bis 3 Stunden

OP-Dauer

1 Stunde

Narkose

Lokalanästhesie oder Sedierung

Arbeitsunfähigkeit

1 bis 2 Tage empfohlen

Gesellschaftsfähig

ab sofort

Besonderheiten

keine

Wann und für wen sind Zahnimplantate sinnvoll?

Zahnimplantate dienen dem Ersatz von fehlenden Zähnen. Theoretisch ist es dabei möglich, jeden verloren gegangenen Zahn durch ein Implantat zu ersetzen. Das mag bei Verlust von einzelnen Zähnen sicher ein gutes Konzept sein, wäre im Fall einer kompletten Zahnlosigkeit aber nicht notwendig. Hier reichen selbst für eine festsitzende Brücke in der Regel eine Implantatzahl von 6-8 pro Kiefer aus, mit mehr Zahnimplantaten wäre in der Regel keine funktionelle Verbesserung zu erzielen.
Es gibt sogar Konzepte, die festsitzenden Zahnersatz auf lediglich 4 Implantaten erfolgreich umsetzen (All-on-4-Konzept®, fast and fixed®), das ist nach dem heutigen Erfahrungsstand die absolute Mindestanzahl von Implantaten für festen Zahnersatz. Für das Fixieren von herausnehmbaren Zahnersatz ist die Mindestzahl 2 Implantate, typischerweise werden 4 eingesetzt.
Welche Art der Versorgung die Sinnvollste ist, hängt von der Gebisssituation ab und wird durch die Implantatplanung vorab festgelegt. Neben den Voraussetzungen wie Knochenangebot und Geldbeutel spielen die zunehmenden Möglichkeiten bei der Aufbau- und Zahnersatzgestaltung eine Rolle. Die Implantathersteller halten hier durch eine riesige Auswahl an konfektionierten bzw. individualisierbaren Aufbauten bzw. Verbindungselementen für fast jede Situation ein Lösung parat, über die ein versierter Implantologe bescheid wissen muss: von Keramik-Abutments für die ästhetische Kronenversorgung bis zu konfektionierten Halteelementen wie Kugelkopfanker oder Locatoren für einen preisgünstigen Prothesenhalt.
Um für die Einsatzmöglichkeiten eine bessere Übersicht zu erhalten, unterscheidet man verschiedene Zahnverlustmuster, für die es jeweils typische Implantatlösungen gibt.





Indikationen von Zahnimplantaten
  • Zum Ersatz von einzelnen, z. B. unfallbedingt verloren­gegang­enen Zähnen: Einzelzahnimplantat z.B. Frontzahnimplantat
  • Zum Schließen von größeren Lücken
  • Zum Ersatz fehlender hinterer Backenzähne (Freiendsituation)
  • Bei stark reduzierter Restbezahnung
  • Bei völliger Zahnlosigkeit: Totalersatz
    In diesem Zusammenhang sind natürlich auch Informationen über die Preise von Zahnimplantaten von Interesse.
Voraussetzungen für eine Implantatbehandlung
  • Ausreichendes Knochenangebot für die Implantat­verankerung
  • Genügend Platz für den prothetischen Aufbau (Krone)
  • Gute Mundhygiene
  • Abgeschlossenes Kieferwachstum
  • Beachtung der Gegenanzeigen

Eine Altersbegrenzung besteht jedoch nicht!





Eine Aufschlüsselung der angezeigten Implanttattherapie nach Art des Zahnverlusts (wie viele Implantate in welcher Situation) liefert die Konsensuskonferenz Implantologie mit dem „Konsensuspapier“ der Verbände BDO, DGMKG, DGI und DGZI über die:

Indikationsklassen zur Implantattherapie

Hier heißt es: ..."Die optimale Therapie des Zahnverlustes ist grundsätzlich der Ersatz jedes einzelnen Zahnes durch ein Implantat. Aus anatomischen Gründen ist der Zahn 8 eines Quadranten in der Regel nicht zu ersetzen. Die Notwendigkeit des Ersatzes des 7. Zahnes ist individuell kritisch zu würdigen. Die optimale Therapie kann aus verschiedensten Gründen (insbesondere anatomischen, aber auch wirtschaftlichen) nicht immer durchgeführt werden. Um dem behandelnden Zahnarzt für den Normalfall eine Planungshilfe zu geben werden die nachfolgenden Empfehlungen für Regelfallversorgungen für die privatzahnärztliche Behandlung aufgestellt. Ausnahmeindikationen nach § 28 Abs. 2 Satz 9 SGB V werden hiervon nicht erfasst. Die Konsensuskonferenz beschreibt die Indikationsklassen i.S. eines Goldstandards. Sie haben sich seit mehr als zwei Jahrzehnten bewährt. Abweichungen von diesem Standard in den Implantatzahlen sind nicht per se falsch. Es gibt eine Vielzahl von Gründen, aus denen sich ein Patient eine höherwertigere implantatgetragene Versorgung nicht leisten will oder umgekehrt eine Pfeilervermehrung gegenüber der Standardzahl medizinisch notwendig ist. Es gibt abweichende Versorgungsformen als Behandlungskompromisse im Einzelfall mit anderen als den nachstehend für den Regelfall vermerkten Implantatzahlen, insbesondere um das vorhandene Kieferknochenangebot vermehrende chirurgische Eingriffe zu vermeiden (z.B. kurze Implantate, angulierte Implantate, durchmesserreduzierte Implantate)."





Indikationsklassen für Regelfallversorgungen in der Implantologie (Stand 10/14)

Klasse I Einzelzahnersatz und Schaltlücke:
Klasse 1a „Frontzähne“
  • Wenn bis zu vier Zähne der Oberkiefer-Front fehlen, die Nachbarzähne nicht behandlungsbedürftig sind: 1 Implantat je fehlendem Zahn
  • Wenn bis zu vier Zähne der Unterkiefer-Front fehlen, die Nachbarzähne nicht behandlungsbedürftig sind: 1 Implantat soll zwei fehlende Zähne ersetzen
Klasse 1b "Seitenzähne"
  • Fehlen im Seitenzahnbereich Zähne aus der geschlossenen Zahnreihe, soll bei nicht behandlungsbedürftigen Nachbarzähnen jeder fehlende Zahn durch ein Implantat ersetzt werden
Klasse 2 Reduzierter Restzahnbestand

Grundsatz: Bei der implantologischen Versorgung des reduzierten Restgebisses ist die Bezahnung des Gegenkiefers zu berücksichtigen. Darüber hinaus gelten die Regeln konventioneller Prothetik

Indikationsklasse 2a "Lückengebiss"
  • Für eine festsitzende Versorgung im Oberkiefer werden 8 Pfeiler benötigt, im Unterkiefer 6 Pfeiler. Natürliche Pfeilerzähne können angerechnet werden, wenn diese an statisch günstiger Position stehen und eine gute Prognose aufweisen.
  • Für eine herausnehmbare Versorgung im Oberkiefer werden 6 Pfeiler benötigt, im Unterkiefer 4 Pfeiler. Natürliche Pfeilerzähne können angerechnet werden, wenn diese an statisch günstiger Position stehen und eine gute Prognose aufweisen
Indikationsklasse 2b „Freiendsituation“
  • Zähne 6 bis 8 fehlen: Indikation für 1 - 2 Implantate
  • Zähne 5 bis 8 fehlen: Indikation für 2 - 3 Implantate
  • Zähne 4 bis 8 fehlen: Indikation für 3 Implantate
Klasse 3 - Zahnloser Kiefer
Indikationsklasse 3a
Zahnloser Oberkiefer
  • Für die Verankerung eines festsitzenden Zahnersatzes im zahnlosen Oberkiefer: 8 Implantate
  • Für die Verankerung eines herausnehmbaren Zahnersatzes im zahnlosen Oberkiefer: 6 Implantate
Indikationsklasse 3b
Zahnloser Unterkiefer
  • Für die Verankerung eines festsitzenden Zahnersatzes im zahnlosen Unterkiefer: 6 Implantate
  • Für die Verankerung eines herausnehmbaren Zahnersatzes im zahnlosen Unterkiefer: 4 Implantate
  • Zähne 4 bis 8 fehlen: Indikation für 3 Implantate



Welche Implantate werden eingesetzt?

Ein Zahnimplantat ist eine künstliche Zahnwurzel. Es hat ein meist schraubenförmiges oder zylindrisches Design und wird in den Kieferknochen eingepflanzt, um verlorengegangene Zähne zu ersetzen. Da ein Zahnimplantat direkt mit dem Knochen verwächst (Osseointegration), kann es die gleiche Funktion wie natürliche Zahnwurzeln übernehmen: es trägt Zahnersatz, z.B. Einzelkronen,Brücken, oder es kann herausnehmbaren Zahnersatz wie z.B. als Teleskopprothese oder durch Locatoren sicher verankern. Beim Zahnimplantat-Aufbau unterscheidet man den Implantatkörper, der in den Knochen eingebracht wird, und die Aufbauteile, mit deren Hilfe Kronen oder Haltestrukturen für Prothesen am Implantatkörper befestigt werden. Das nebenstehende Bild zeigt ein sogenanntes zweiteiliges Implantat, bei dem Implantatkörper und Aufbauteil (Abutment) getrennt sind. Es gibt aber auch Implantatsysteme, bei denen das Verbindungselemet zum Zahnersatz (Stumpf für Kronen, Kugelkopfanker für die Fixation von Prothesen) in einem Stück mit dem Implantatkörper gearbeitet sind: die einteiligen Implantate. Zahnärztliche Implantate werden seit etwa 40 Jahren in der Zahnheilkunde eingesetzt. Verschiedene Materialien, unter anderem auch Keramik, kamen auf der Suche nach dem idealen Werkstoff zum Einsatz. In den letzten 30 Jahren der schnell voranschreitenden implantologischen Forschung hat sich Reintitan als das Basismaterial für fast alle zahnärztlichen Implantate durchgesetzt.

Mit der fundierten wissenschaftlichen Dokumentation wurde 1982 die Implantologie von der Deutschen Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilhunde (DGZMK) als fundierte Therapie anerkannt. (Stellungnahme der DGZMK)
In Deutschland sind zurzeit über 100 verschiedene Implantatsysteme für die Zahnheilkunde erhältlich. In den letzten 20 Jahren haben sich besonders zylindrische bzw. schraubenförmige Implantatformen bewährt. Sie sind in Längen von 6-20 mm und Durchmessern von 2-7 mm erhältlich. Selten finden andere Formen, wie scheibenförmige Implantate Anwendung. Durch die sehr guten Erfahrungen, was Langzeiterfolg und Sicherheit angeht, sowie die bessere Bezuschussung durch die gesetzlichen Krankenkassen steigt die Akzeptanz immer weiter. In Deutschland wurden im Jahr 2009 alleine in Deutschland ca. 1 Millionen Implantate eingesetzt. Das sind viermal so viele Implantate wie vor 7 Jahren, die Tendenz ist weiter steigend.




Zahnimplantate aus Titan

Der ganz überwiegende Teil der heutzutage eingesetzten Implantate besteht aus hochreinem Titan, da es besonder gewebefreundlich (biokompatibel) ist und mit dem Knochen einen sicheren Verbund bildet (Osseointegration). Die Entwicklung der Zahnimplantate ist eng mit der Nutzung des Leichtmetalls Titan verknüpft. Erkenntnise über den Werkstoff Titanals ideales Material für den Einsatz im Knochen stammen aus den Fünfziger Jahren, als festgestellt wurde, dass es sich biologisch neutral verhält und keine allergischen oder Fremdkörperreaktionen auslösen kann. Allerdings wurden in den letzten Jahren eine zunehmende Anzahl von Implantatsystemen auf den Markt gebracht, die auf Zirkonoxidkeramik als Werkstoff bauen.


Zahnimplantate aus Keramik

Nachdem Keramikimplantate seit Ende der 80er Jahre wegen ungünstiger Materialeigenschaften nicht mehr zum Einsatz kamen, erleben diese seit kurzem mit dem Z-Lock der Fa. Z-Systems wieder eine Renaissance. Diese Keramik-Implantate bestehen aus hochfester Zirkoniumoxid-Keramik, welche extrem bruchstabil ist. Das Zirkon-Zahnimplantat ist nach bisheriger Erfahrung biologisch bestens verträglich. Es hat auch den Vorteil, der natürlichen Zahnfarbe deutlich näher zu kommen (weiß statt grau), was bei ästhetischen Versorgungen von Vorteil sein kann, insbesondere wenn das bedeckende Zahnfleisch extrem dünn ist. Dem stehen allerdings auch Nachteile gegenüber.


Diskimplantate/BOI®

Eine Außenseiterrolle bei den Implantaten nehmen die Diskimplantate oder die BOI (basal osseointegrierte Implantate) ein. Aufgrund Ihrer Formen werden sie, anders als alle anderen (schraubenförmige) Zahnimplantat-Typen, von der Seite her in den Kieferknochen eingebracht. Die Vorteile dieser Implantattypen bestehen nach Hersteller- und Anwenderangaben in der Möglichkeit der Sofortbelastung aufgrund der breitbasigen Implantat-Abstützung. Diese soll auch den Implantathalt selbst bei geringer Knochenhöhe ermöglichen.


Mini-implantatsysteme

Seit Jahren finden auch Durchmesser-reduzierte Implantatformen mehr und mehr Verwendung. Der Durchmesser liegt dabei unter den Standardgrößen die in der Regel bei über 3mm-Durchmesser anfangen, ab dem eine belastbare Innenverbindung (Aufbau und Implantat getrennt) möglich wird. Bei Mini-implantate handelt es sich also aus Stabilitätsgründen um einteilige Implantate, bei denen das Halteelement für die Prothese schon -meist in Form eines Kugelkopfankers- integriert ist.
Insbesonders bei der Fixierung von Vollprothesen zeigen sie sehr gute Resultate. Der Eingriff ist gegenüber Implantaten mit größeren Durchmessern deutlich geringer und durch die Sofortbelastung erhält der Patient sofort seine festsitzende Prothese. Auch die Dauerhaftigkeit der Minis ist als gut einzustufen.





Vorbereitung auf die Behandlung

Am Anfang einer Implantatbehandlung steht die Beratung und die Diagnostik durch Ihren Zahnarzt/Implantologen, um festzustellen, ob eine Implantation möglich und sinnvoll ist. Die Beratung sollte natürlich auch die Behandlungsalternativen mit herkömmlichem Zahnersatz umfassen, Ihre persönlichen Wünsche berücksichtigen und bekannte Gegenanzeigen oder Risiken von Implantaten abklären. Nicht immer kann die Behandlung direkt eingeleitet werden. Eine Parodontitiserkrankung muss vorher therapiert werden, die Kariesbehandlung abgeschlossen sein, eine Wurzelentzündung behandelt werden, der Biss und das Kiefergelenk vor Zahnersatz geprüft werden.
Zur einer Beratung sollte bereits ein Röntgenbild vorliegen, um die Knochenverhältnisse abschätzen zu können und Befunde zu erkennen, die für die Behandlung von Belang sind. Die nächste Planungsphase beginnt mit der Abdrucknahme für Gips-Kiefermodelle, die Aufschluss über Knochenbreite, Kieferverhältnisse und die Platzverhältnisse zwischen Ober- und Unterkiefer geben. Auf diesen Modellen werden auch spezielle Meßschablonen hergestellt, die für die Röntgendiagnostik in den Patientenmund eingesetzt werden. Die Schablonen sind mit metallischen Kugeln oder Zylindern definierter Größe bestückt und ermöglichen so eine präzise Abschätzung der vorhandenen Knochenhöhe. Die typische Röntgendiagnostik ist dabei die Panoramaschichtaufnahme oder auch Orthopantomogramm (OPG) genannt. In komplexen Fällen, bei fortgeschrittenem Knochenverlust und schwierig einzuschätzender Lage zu schützender Strukturen ist es oft sinnvoll, ein Computertomogramm bzw. digitale Volumentomographie (DVT z.B. NewTom®, Accuitomo®) anzufertigen, um eine dreidimensionale Darstellung der Knochenverhältnisse und umliegenden Strukturen (Nervverläufe, Ausdehnung der Kieferhöhle) zu erhalten.
Die Auswertung am Computer mit Operationssimulation (3D-Planung) ist dabei weit verbreitet und der Einsatz von Computerhilfen bei der Implantatbehandlung – sei es durch Navigationssysteme oder durch eine 3D-Bohrschablone – schon seit langem etabliert. Hier gehen aber die Meinungen der Spezialisten bezüglich der Notwendigkeit bei übersichtlichen Situationen immer noch weit auseinander.





Backward-Planning: Rückwärtsplanung

Will man noch einen Schritt weiter gehen in der optimalen Planung, so kommt das sogenannte "Backward Planning" zum Einsatz. Hier werden die Vorstellungen von der idealen Zahnersatzversorgung schon vorab entwickelt. Implantologe, Prothetiker und Zahntechniker entwerfen den Zahnersatz als Provisorium aus Kunststoff, welcher dann sowohl einer ästhetisch-funktionellen Einprobe dienen kann, als auch – in Kombination mit einer 3D-Planung (s.o.) – der Ermittlung der idealen Implantatposition dient. Computer-assistierte Implantateinbringung mittels Navigationssysteme oder durch eine 3D-Bohrschablone ermöglicht dann das Implantat in "idealprothetischer" Position. Der Weg zum gewünschten Zahnersatz ist dann praktisch vorprogrammiert. Das Backward-Planning ist natürlich kostenintensiv und rechtfertigt unter einfachen Gegebenheiten oftmals nicht den Aufwand. Auf jeden Fall ist es aber positiver Taktgeber für die Entwicklung moderner, patientenorientierter Implantatkonzepte und bereits wesentlicher Bestandteil der zeitgemäßen Implantologie.





Klärung der Kosten vorab

Nachdem mit Hilfe der Voruntersuchungen die Planung erfolgt ist, sollte ein Kostenvoranschlag die zu erwartenden Kosten der Implantattherapie deutlich machen. Ganz genau lassen sich diese allerdings nicht festlegen, weil während der Implantation Änderungen vom geplanten Verlauf möglich sind. Auch können material- und zahntechnische Kosten nur geschätzt werden. In der Regel sind Aufwand und Verlauf von einem erfahrenen Implantologen jedoch gut einzuschätzen.Eine wichtige Frage ist natürlich auch, was passiert, wenn (in einem seltenen Fall) die Implantbehandlung nicht erfolgreich verläuft. implantate.com hat für solche Situationen eine Gewährleistung auf Zahnimplantate ins Leben gerufen, die von sehr vielen Implantologen angeboten wird. Sprechen Sie Ihren Behandler darauf an. Vor jeder Operation ist eine schriftliche Einwilligung des Patienten notwendig. Eine individuelle Aufklärung über den Ablauf des geplanten Eingriffs sowie die Risiken der Implantatbehandlung und Komplikationsmöglichkeiten muss einer solchen Einwilligungserklärung vorausgehen. Eine Einwilligung sollte nur dann unterschrieben werden, wenn Eingriff und Risiken so verständlich dargelegt wurden, dass keine Fragen mehr bestehen.



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Knochenaufbau mit autologem Knochen (Eigenknochen)

Aufenthalt

ambulant 3 bis 4 Stunden

OP-Dauer

1 bis 2 Stunde

Narkose

Lokalanästhesie oder Sedierung

Arbeitsunfähigkeit

3 bis 7 Tage empfohlen

Gesellschaftsfähig

ab sofort

Besonderheiten

keine

Wann und für wen ist ein Knochenaufbau sinnvoll?

Knochenaufbau kann unter verschiedenen Umständen notwendig werden. Am häufigsten sind die folgenden Fälle:

  • Einer oder mehrere Zähne fehlen
  • Eine schlecht befestige Zahnprothese übt ständigen Druck auf den Kiefer aus
  • Eine fortgeschrittene Parodontitis hat den Kiefer erreicht

Bereits kurze Zeit nach einem Zahnverlust bildet sich die Knochensubstanz in der entsprechenden Kieferregion zurück. Die Ursache dafür liegt im fehlenden Kaudruck. Wird die Lücke längere Zeit nicht geschlossen, setzt sich der Rückgang immer weiter fort. Eine auf den Kiefer drückende Zahnprothese kann diesen Effekt noch verstärken. Parodontitis, eine ernste Erkrankung des Zahnhalteapparats, kann sich in ähnlicher Weise auswirken und einen Knochenaufbau erforderlich machen. Die Erreger der Parodontitis bewirken zunächst einen Zahnfleischrückgang, bei ungehindertem Vordringen schließlich auch Knochenschwund und Zahnlockerung. In all diesen Fällen kann gezielter Knochenaufbau helfen. Fehlen Zähne im Kiefer, lässt sich der Knochenaufbau durch Zahnimplantate langfristig am besten absichern. Diese künstlichen Zahnwurzeln beugen Knochenrückgang meist gut vor. Eine Voraussetzung für ihre Verankerung ist allerdings ein Mindestmaß an vorhandener Knochensubstanz.
Wenn nicht genügend Knochen im Kiefer für die sichere Verankerung eines genügend großen bzw. langen Implantats zur Verfügung steht, muss ein sogenannter Knochenaufbau erfolgen. Dieser Begriff subsummiert die verschiedensten Verfahren, die sich in Aufwand bzw. Schwierigkeit sowie Kosten stark unterscheiden. Zunächst einmal muss man unterscheiden, ob ein Knochenaufbau aufgrund fehlender Knochenhöhe (vertikal) oder mangelnder Knochenbreite (sagittal, transversal) notwendig ist. Die knöcherne Rekonstruktion der Breite gilt dabei als weit weniger problematisch als die Gewinnung an Knochenhöhe. Je nach anatomischen Verhältnissen und Ausmass des Knochenmangels kommen verschiedenen Verfahren des Knochenaufbaus zum Einsatz.





Warum wird Eigenknochen und PRGF eingesetzt?

Die Endoret® (prgf®) Technologie (Plasma Rich in Growth Factors) ist das fortschrittlichste patentierte autologe System von thrombozytenreichem Plasma. Sie basiert auf der Aktivierung der autologen Thrombozyten des Patienten, um das Gewebe zu stimulieren und dessen Regeneration zu beschleunigen. Diese Technologie führt zu außerordentlichen Ergebnissen bei zahlreichen Indikationen, ganz ohne Nebenwirkungen und unter deutlicher Verkürzung der Rehabilitationszeit nach Brüchen, Muskel- und Sehnenverletzungen und chirurgischen Eingriffen.

Vielseitigkeit des Produkts

Die Endoret® (prgf®) Technologie liefert die höchste Vielseitigkeit auf dem Markt, da sie vier verschiedene therapeutische Formulierungen bietet, die auf das Blut des Patienten und seine klinischen Anforderungen abgestimmt sind.

Anwendungsmöglichkeiten

Außerdem kann diese Technologie in unterschiedlichen medizinischen Bereichen angewendet werden, in denen ihre hohe Wirksamkeit bei der Regeneration verschiedener Gewebearten erwiesen ist: Knochen, Haut, Mundschleimhaut, Sehnen, Bänder, Muskeln, Knorpel, Hornhaut. Dadurch kann sie in folgenden medizinischen Fachbereichen eingesetzt werden: Oral- und MKG-Chirurgie, Orthopädie und Sportmedizin, Dermatologie, Augenheilkunde, Gefäßchirurgie, plastische und ästhetische Chirurgie und sogar Veterinärchirurgie.





Wie wird die Behandlung durchgeführt?

Die Knochensubstanz für den Knochenaufbau gewinnen wir zum Beispiel aus dem Unterkiefer. An dieser Stelle des Kiefers kommt es nach der Entnahme meist schnell zu einer Regeneration. Hochmoderne bildgebende Verfahren wie die digitale Volumentomographie (digitales Röntgen) helfen uns bei der Feststellung des Knochenbedarfs. Für das Einsetzen der Knochensubstanz beim Knochenaufbau gibt es verschiedene Verfahren: Die Knochensubstanz kann mit Schrauben und Platten an der aufbaubedürftigen Stelle befestigt werden, bis sie eingewachsen ist. Oder sie kann, wie bei der besonderen Technik des Sinuslifts, unter der Mundschleimhaut am Kieferboden eingebracht werden. Üblicherweise verdickt sich der Kieferknochen infolge des Knochenaufbaus nach einigen Monaten in der gewünschten Weise. Er ist dann wieder belastbar und widerstandsfähiger.





Knochenaufbau mit körpereigenem Material: die Vorteile
  • Es kann nicht zu Abstoßungsreaktionen kommen
  • Die Ergebnisse des Knochenaufbaus sind gut vorhersagbar
  • Körpereigene Knochensubstanz wächst normalerweise wunsch­gemäß ein
  • Der Knochenaufbau ist nachhaltig und dauerhaft


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Sinuslift - den Oberkiefer stärken

Aufenthalt

ambulant 3 bis 4 Stunden

OP-Dauer

½ Stunde

Narkose

Lokalanästhesie oder Sedierung

Arbeitsunfähigkeit

3 bis 4 Tage empfohlen

Gesellschaftsfähig

2 bis 3 Tage

Besonderheiten

Schneuzverbot für eine Woche

Wann und für wen ist ein Sinuslift sinnvoll?
Sinuslift-externe und interne Sinusbodenelevation

Der Sinuslift, oder auch Sinusbodenelevation genannt, stellt eine eine Sonderform des vertikalen Knochenaufbaus im Oberkiefer-Seitenzahnbereich dar, der im Zusammenhang mit Implantatbehandlungen angewendet wird. Die Kieferhöhle (Sinus maxillaris) dient als Luftraum der "Leichtbauweise" unseres Kopfes, erzielt unsere Aufmerksamkeit meist aber nur im Falle einer Entzündung (Sinusitis). Sie nimmt naturgemäss  einen erheblichen Raum im Bereich des seitlichen Oberkiefers ein. Nach Zahnverlust der hinteren oberen Backenzähne (Zähne 5-7) beträgt die verbleibende Knochenhöhe durch Knochenabbau unter dieser Kieferhöhle häufig nur wenige Millimeter, so dass ein ausreichend langes Implantat nicht direkt eingesetzt werden kann. Beim Sinuslift wird Knochenersatzmaterial oder Eigenknochen unterhalb der Kieferhöhle eingebracht. So wird an Knochenhöhe gewonnen und die Kieferhöhle verkleinert. Für diese Sinusbodenaugmenation gibt es 2 Verfahren, den externen und internen Sinuslift.
Beide Techniken nutzen die dabei die gleichen anatomischen Voraussetzungen der Kieferhöhle. Der Luftraum Kieferhöhle st mit einer Kombination aus Schleimhaut und Knochenhaut bedeckt, der sogenannten Schneiderschen Membran, vergleichbar mit der Innenhaut bei einem Ei. Sie schützt u.a. den Knochen, produziert Schleim und transportiert ihn auch Richtung Nase ab. Der Raum zwischen Schneider-Membran und Knochen ist das Ziel der Knochenaufbaus. Dafür muss die Membran vorsichtig vom Knochen gelöst werden:

Externer Sinuslift

Der äussere oder grosse Sinuslift ist das aufwendigere Verfahren, was immer dann zum Zuge kommt, wenn die Restknochenhöhe gering ist und man mehrere Millimeter an Knochenhöhe gewinnen muss. Man gelangt an die Kieferhöhle über ein Knochenfenster. Dafür wird nach Eröffnung des Zahnfleisch/der Mundschleimhaut die Kieferhöhlenwand freigelegt. Das ist unter lokaler Betäubung völlig schmerzfrei. Das Knochenfenster wird mittels feiner Fräsen oder Ultraschallinstrumente präpariert, bis das man auf die Schneidersche Membran trifft. Nachdem man die Membran von der Kieferhöhlenwand mit Spezialinstrumenten nach unten hin abgelöst hat, ohne sie zu verletzen, kann wie über einen Briefkastenschlitz  nun Knochenersatzmaterial zwischen Schleimhaut und Knochen eingebracht werden. 

Einzeitiges oder zweizeitiges Vorgehen

Man unterscheidet beim externen Sinuslift ein einzeitiges Vorgehen, bei der die Implantation gleichzeitig mit der Sinusbodenaugmentation erfolgt und ein zweizeitiges Vorgehen, bei der die Implantatversorgung erst nach Festigung des Knochens durchgeführt wird. Dies ist meist in von der vorhandenen Restknochenhöhe abhängig, da für ein einzeitiges Vorgehen das Implantat stabil eingeschraubt werden muss, was bei einem Eigenknochen von weniger als 3 mm kaum möglich ist.

Interner Sinuslift

Die "kleine" Sinusbodenaugmentation erfolgt über das Bohrloch für das einzubringende Implantat. Das Konzept ist hier soweit zu Bohren, bis nur eine dünne Lamelle zur Kieferhöhle übrig bleibt. Diese kann man mit einem speziellen Instrument (Stössel) und einem kleinen Hammer vorsichtig zur Kieferhöhle, quasi wie ein Maulwurfshügel, eingedrückt, ohne die Schneidersche Membran zu verletzen. Mittlerweile gibt es hier ausgefeilte Techniken, die mithilfe von Sinuslift-Ballons einen Raum zwischen Knochen und Schleimhaut schaffen. Der interne Sinuslift ist ebenfalls anspruchsvoll. Er benötig Geduld und Fingerspitzengefühl bei der Annäherung an den Boden der Kieferhöhle, die Sicht ist mitunter sehr eingeschränkt. 

Keine Kieferkammerhöhung durch den Sinuslift

Ein Knochenaufbau bei Verlust der Knochenhöhe wird an jedem anderen Kieferabschnitt durch Auflagerung z.B. mit einem Kochenblock oder die Distraktionsosteogenese mit dem Ergebnis der absoluten Kieferkammerhöhung durchgeführt. Beim Sinuslift dagegen wird die Augmentation durch Einlagerung von Knochen bzw. Knochenaufbaumaterial in den Kieferhöhlenboden erreicht. Der Sinusboden wird angehoben ("Sinuslift"), eine absolute Erhöhung des Kieferkammserfolgt nicht. Der Abstand zwischen den Kieferkämmen des Ober- und Unterkiefers wird nicht verändert.


Literatur
Wallace SS, Einfluß des Sinuslifts auf die Haltbarkeit von Implantaten. Eine systematische Übersicht, Ann Periodontol. 2003 Dec;8(1):328-43.

Esposito M, Grusovin MG, Coulthard P, Worthington HV. Die Wirksamkeit verschiedener Verfahren zur Knochenaugmentation in der dentalen Implantologie, Int J Oral Maxillofac Implants. 2006 Sep-Oct;21(5):696-710

Esposito M, Grusovin MG, Rees J, Karasoulos D, Felice P, Alissa R, Worthington H, Coulthard P., Eingriffe zum Ersatz fehlender Zähne: Maßnahmen zum Aufbau des Sinus maxillaris





Welches Knochenersatzmaterial wird eingesetzt?

FRIOS® Algipore®: Wenn Knochen natürlich ersetzt werden muss Autologe Knochenregeneration ist der Goldstandard – darin sind sich alle Experten einig. Dennoch kann es vorkommen, dass das Knochenangebot des Patienten nicht ausreicht und Knochen atraumatisch ersetzt werden muss. Hier kommt FRIOS Algipore zum Einsatz. Das hochporöse, pflanzliche Hydroxylapatit besitzt eine hohe Analogie zum Hydroxylapatit natürlichen Knochens und wird aus kalkinkrustierenden roten Meeresalgen gewonnen. Gemischt mit PRGF des Patienten lässt es sich leicht in kleinere und größere Defekte applizieren und sorgt hier verlässlich für den effektiven Aufbau eines neuen Knochengerüsts und stabile Knochenneubildung. Optional können auch autologe Knochenchips hinzugegeben werden – dadurch wird die Einheilung noch weiter optimiert.
Das Resorptionsverhalten von FRIOS Algipore ist ausgezeichnet: Die Resorption erfolgt so langsam, dass das Volumen des Augmentats zu jedem Zeitpunkt erhalten wird. Ein weiterer Vorteil liegt in der Struktur von FRIOS Algipore: Seine interkonnektierenden Poren und die raue Oberfläche fördern die Knochenneubildung nachweislich.





Welche Risiken bestehen?
Risiken der Sinusbodenelevation

Durch die Verletzungsgefahr der Schneider-Membran beim externen und interenen Sinuslift besteht das Risiko der Kieferhöhleneröffnung mit Materialabwanderung und/oder Einbluten in die Kieferhöhle. Wir eine solche Eröffnung während des Eingriffs entdeckt, kann im günstigsten Fall eine Naht der Membran erfolgen.Häufig muss der Knochenaufbau aber erfolgios abgebrochen werden. Bleibt die Perforation unentdeckt oder entsteht sie sekundär/später, dann wandert das Augmentatmaterial in die Kieferhöhle ab und sorgt dort für chronische Entzündungen/Infektionen. Eine Entfernung der Fremdkörper aus der Kieferhöhle ist dann sehr aufwendig.

Nach der Operation

Es gilt neben den allgemeinen Verhaltensregeln ein Schneuzverbot für eine Woche.



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Entfernung der Weisheitszähne

Aufenthalt

ambulant 2 bis 3 Stunden

OP-Dauer

½ Stunde

Narkose

Lokalanästhesie oder Sedierung

Arbeitsunfähigkeit

5 bis 7 Tage empfohlen

Gesellschaftsfähig

3 bis 4 Tage

Besonderheiten

weiche Kost, kühlen

WAS SIND „WEISHEITSZÄHNE“

Das normale Gebiss des Erwachsenen besteht auf jeder Kieferseite aus zwei Schneidezähnen, einem Eckzahn, zwei Vorbackenzähnen und insgesamt drei Backenzähnen. Der Weisheitszahn ist der dritte dieser Backenzähne und liegt in der Mundhöhle am weitesten hinten. Es ist derjenige Zahn, der in der Wachstumsphase als letzter Zahn gebildet wird. Seine Entwicklung ist häufig erst im Erwachsenenalter abgeschlossen. Bei den meisten Menschen reicht der Platz im Kiefer für diese Weisheitszähne nicht aus, so dass sie sich häufig nicht korrekt in die Zahnreihe einordnen können. Die Zähne bleiben dann ganz oder teilweise im Kiefer eingeschlossen, man bezeichnet diesen Zustand als „retiniert“ (zurückgehalten). Da dieses Problem bis zu 80 % der jungen Erwachsenen in der europäischen Bevölkerung betrifft, müssen sich die meisten Menschen früher oder später mit der Frage der Zahnentfernung auseinandersetzen. Aus diesem Grunde haben wir diese Informationen für Sie zusammengestellt





WELCHE UNTERSUCHUNGEN SIND FÜR DIE ENTSCHEIDUNG ÜBER DIE ZAHNENTFERNUNG NÖTIG?

Für die Entscheidung über die Entfernung von Weisheitszähnen sind neben dem allgemeinen Gesundheitszustand vor allem folgende Aspekte zu klären:

  • Haben die Zähne bereits zu krankhaften Veränderungen am Kiefer oder den Zähnen geführt oder sind solche zu erwarten?
  • Ist zu erwarten, dass sich die Zähne regelrecht entwickeln können?
  • Sind besondere operative Risiken bei einer Entfernung zu erwarten?
  • Sind die Weisheitszähne eventuell zum Ersatz verlorener oder stark geschädigter Backenzähne geeignet? Zur Beantwortung dieser Fragen wird in der Regel neben der allgemeinen zahnärztlichen Untersuchung ein Übersichtsröntgenbild (sog. Orthopantomogramm) angefertigt. In speziellen Fällen, beispielsweise bei einer Lage des Weisheitszahnes nahe an einem Gefühlsnerven, kann eine dreidimensionale Röntgenaufnahme erforderlich werden.

WELCHE GEFAHREN KÖNNEN VON WEISHEITSZÄHNEN AUSGEHEN?

Die normale Zahnentwicklung schließt mit dem Erscheinen des Zahnes in der Mundhöhle und mit der Einstellung in die Zahnreihe ab. Wenn diese Entwicklung nicht regulär zum Abschluss kommt, entsteht eine Reihe typischer Probleme.

  • Die Zahnkrone ist vom Knochen durch einen kleinen Spaltraum abgegrenzt. In diesem Schlupfwinkel entstehen häufig (bei bis zu 50 %) Infektionen, die in einzelnen Fällen bis zu schweren Abszessen fortschreiten können.
  • Aus dem Umgebungsgewebe der Zahnkrone können Zysten entstehen, die mitunter große Knochendefekte verursachen.
  • Durch die Krone des Weisheitszahns bzw. das Umgebungsgewebe können die benachbarten Backenzähne geschädigt und Teile der Wurzel regelrecht aufgelöst werden. In gleicher Weise kann das Zahnbett des benachbarten Backenzahnes geschädigt werden.
  • Durch die Bildung von Schmutznischen kann die Reinigung der Backenzähne erschwert sein, so dass es zu Karies am Weisheitszahn oder am Nachbarzahn kommen kann.
  • Der Weisheitszahn stellt eine „Schwachstelle“ im Knochen dar, so dass eine gewisse Häufung von Unterkieferbrüchen an der Stelle der Weisheitszähne beobachtet wird.
  • In seltenen Fällen können aus den Umgebungsgeweben der Zahnkrone gutartige aber auch bösartige Tumore entstehen.

WELCHE RISIKEN HAT DIE ENTFERNUNG VON WEISHEITSZÄHNEN?

Neben den allgemeinen Risiken operativer Eingriffe, wie Wundinfektionen oder auch selten Blutungskomplikationen gibt es typische Operationsrisiken, die bei der Entscheidung zu einer Weisheitszahnentfernung bedacht werden sollen.

  • Der untere Weisheitszahn liegt in der Nähe zweier Gefühlsnerven, von denen einer das Gefühl der Unterlippe, der unteren Zähne und des Zahnfleisches, der andere das Gefühl der Zunge und einen Teil des Geschmacksempfindens vermittelt. Diese Nerven können bei der Zahnentfernung geschädigt werden, so dass eine Gefühlsstörung (beispielsweise ein Taubheitsgefühl) entstehen kann. In seltenen Fällen kann diese Gefühlsstörung sogar dauerhaft bestehen bleiben.
  • Wie durch die Schlupfwinkelinfektion des Weisheitszahnes selbst können auch durch die Zahnentfernung selten schwere Infektionen wie Abszesse oder auch eine Knocheninfektion entstehen. Durch die Entfernung oberer Weisheitszähne können, sehr selten, auch Kieferhöhleninfektionen ausgelöst werden.
  • Da der Weisheitszahn eine „Schwachstelle“ des Unterkiefers bildet, kann in seltenen Fällen zum Zeitpunkt der Zahnentfernung und auch bis etwa vier Wochen danach ein Bruch des Kiefers auftreten. Auch wenn diese Komplikationen selten auftreten: Fragen Sie Ihre(n) Behandlerin/Behandler nach der Einschätzung der Risiken in Ihrem speziellen Fall.

WANN SOLLTEN WEISHEITSZÄHNE ENTFERNT WERDEN BZW. WANN KÖNNEN SIE BELASSEN WERDEN?

Die Empfehlung zu einer Weisheitszahnentfernung ist immer eine individuelle Entscheidung, die Ihr(e) Behandlerin/Behandler nach Ihrer speziellen Befundlage aussprechen wird. Es bestehen aber eine Reihe von Anhaltspunkten aus der wissenschaftlichen Fachliteratur und aus der Diskussion von Expertengruppen, die einen Rahmen für diese Empfehlung bilden.

Demnach sollten Weisheitszähne bei den folgenden Situationen entfernt werden
  • Bei Schlupfwinkelinfektionen am Weisheitszahn (sog. Dentitio difficilis)
  • Bei Karies oder Wurzelentzündungen am Weisheitszahn
  • Bei Zysten oder anderen krankhaften Veränderungen in der Umgebung des Zahnes; in diesen Fällen muss mit der Zahnentfernung eine Gewebeprobe vorgenommen werden
  • Bei Auflösungserscheinungen am Nachbarzahn oder wenn der Weisheitszahn das Zahnbett des Nachbarzahnes gefährdet.
  • Wenn absehbar ist, dass die Weisheitszähne eine Operation am Kiefer, beispielsweise eine Korrektur einer Kieferfehlstellung oder eine Kieferbruchbehandlung erschweren
  • Wenn Weisheitszähne das Zusammenbeißen der Zähne stören oder zu befürchten ist, dass Schmerzen durch die Weisheitszähne ausgelöst werden
Bei folgenden Situationen sollte eine Entfernung der Weisheitszähne zumindest überprüft werden
  • Bei einem längeren Aufenthalt in Regionen ohne moderne medizinische Versorgung
  • Wenn eine zahnbezogene Narkosebehandlung vorgenommen wird und erneute Narkose zur Entfernung eines Weisheitszahnes durchgeführt werden müsste
  • Wenn zu erwarten ist, dass ein Weisheitszahn durch den Druck einer Prothese freigelegt wird und damit eine Schlupfwinkelinfektion begünstigt würde
  • Wenn eine kieferorthopädische Behandlung (Zahnbewegung) durch die Weisheitszähne erschwert wird
In den nachfolgenden Situationen können/sollten die Weisheitszähne belassen werden
  • Wenn eine spontane, regelrechte Einstellung der Weisheitszähne in die Zahnreihe zu erwarten ist
  • Wenn eine Extraktion anderer Zähne und/oder eine kieferorthopädische Behandlung mit Einordnung des Zahnes sinnvoll und von Seiten des Patienten auch gewünscht wird
  • Wenn Weisheitszähne tief im Knochen verlagert sind und ein hohes Risiko operativer Komplikationen besteht, können Zähne ohne umgebende krankhafte Veränderungen belassen werden

WIE WERDEN WEISHEITSZÄHNE ÜBLICHERWEISE ENTFERNT?

Für die Entfernung von Weisheitszähnen ist im Allgemeinen eine ambulante Behandlung ausreichend. Eine stationäre Behandlung kann selten, beispielsweise bei schwerwiegenden Allgemeinerkrankungen (Blutungsneigung, Störungen der Immunabwehr) oder besonderen OP-Verläufen sinnvoll sein. Die Zahnentfernung kann pro Kieferhälfte erfolgen oder mehrere Zähne in einer Sitzung umfassen. Eine Behandlung unter Narkose oder unter beruhigenden, angstlösenden Medikamenten kann sinnvoll sein, wenn die operative Entfernung einen hohen Schwierigkeitsgrad hat oder wenn zusätzliche weitere Behandlungsmaßnahmen kombiniert werden sollen. Bei der Weisheitszahnentfernung wird grundsätzlich angestrebt, sämtliche Anteile eines Zahnes zu entfernen. In Einzelfällen kann es aber sinnvoll sein, kleine Zahnanteile zu belassen, wenn ansonsten Nervläsionen oder unverhältnismäßige Knochendefekte in Kauf zu nehmen wären. Sollten Sie weitere Fragen haben, bitten wir Sie, den fachkundigen Rat bei Ihrer Zahnärztin/Ihrem Zahnarzt zu suchen.



Autor und Fotodokumentation:
Prof. Dr. Dr. Martin Kunkel, Bochum
Quelle: Leitlinie Operative Entfernung von Weisheitszähnen 2012
AWMF-Registernummer 007-003
www.awmf.org/leitlinien



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Wurzelspitzen­resektion

Aufenthalt

ambulant 1 bis 2 Stunden

OP-Dauer

½ Stunde

Narkose

Lokalanästhesie oder Sedierung

Arbeitsunfähigkeit

1 bis 2 Tage empfohlen

Gesellschaftsfähig

sofort

Besonderheiten

weiche Kost, kühlen

WAS IST EINE WURZELSPITZENRESEKTION?

Entzündungen des Zahnmarks d. h. des inneren Weichgewebeanteils des Zahnes (der sog. Zahnpulpa) stellen eine der häufigsten Ursachen von Zahnschmerzen dar. Diese Entzündungen entstehen durch die Ausbreitung einer Karies und das damit verbundene Vordringen von Bakterien bis in den Innenraum des Zahnes. In denmeisten Fällen können diese Entzündungen durch eine Wurzelbehandlung (sog. Endodontische Behandlung) geheilt werden. Dabei wird das entzündete Gewebe entfernt, der Innenraum des Zahnes gereinigt und der verbleibende Hohlraum versiegelt. Probleme können entstehen, wenn eine Entzündung des Zahninneren auf die Umgebung der Wurzelspitze übergreift. In diesen Fällen kann es zu einer Ausbreitung der Infektion in den Knochen, aber auch zu schweren Eiterungen (Abszessen) im Gesicht und am Hals kommen. Bei der Wurzelspitzenresektion werden die infizierte Wurzelspitze und das umgebende Entzündungsgewebe in einem kleinen operativen Eingriff entfernt, um solchen Krankheitsbildern vorzubeugen. Während man früher bei jeder Entzündung der Wurzelumgebung die Notwendigkeit einer chirurgischen Sanierung gesehen hatte, weißman heute, dass ein großer Teil dieser Entzündungen auch durch eine sorgfältige Wurzelbehandlung im Laufe der Zeit ausgeheilt werden kann. Da die Zahnkaries über 90% der europäischen Bevölkerung betrifft, erleiden viele Menschen früher oder später eine Wurzelentzündung und müssen sich dann häufig mit der Entscheidung zwischen einer Wurzelbehandlung und einer Wurzelspitzenresektion auseinandersetzen. Aus diesem Grunde haben wir diese Informationen für Sie zusammengestellt.





WELCHE UNTERSUCHUNGEN SIND FÜR DIE ENTSCHEIDUNG ÜBER EINE WURZELSPITZENRESEKTION NÖTIG?

Für die Entscheidung über die Notwendigkeit einer Wurzelspitzenresektion sind neben dem allgemeinen Gesundheitszustand vor allem folgende Aspekte zu klären: Hat eine Entzündung der Zahnwurzel auf die Kieferknochen übergegriffen und welche Ausdehnung hat diese Entzündung erreicht?

  • Wurde der Zahn bereits wurzelbehandelt und wenn ja, kann diese Wurzelbehandlung eventuell auch ohne chirurgische Maßnahmen verbessert werden?
  • Kann der Wurzelbereich noch gut erreicht werden, oder ist der Zahn durch Stift- und Kronenaufbauten verschlossen?
  • Welche operativen Risiken und welche Erfolgsaussicht würden eine Wurzelbehandlung auf der einen Seite und eine Wurzelspitzenresektion auf der anderen Seite haben?

Zur Beantwortung dieser Fragen wird in der Regel neben der allgemeinen zahnärztlichen Untersuchung eine Einzelröntgenaufnahme des betreffenden Zahnes (sog. Zahnfilm) oder ein Übersichtsröntgenbild (sog. Orthopantomogramm) angefertigt. Die Abbildungen 1 und 2 zeigen Beispiele für eine normale Zahnwurzel (1) und einen Entzündungsherd (2).


WELCHE GEFAHREN KÖNNEN VON ZAHNENTZÜNDUNGEN AUSGEHEN?

Der gesunde Zahn ist durch einen schmalen Spalt von Bindegewebsfasern, die dem Zahn seinen Halt geben, vom Knochen getrennt. Durch Entzündungsvorgänge an der Wurzelspitze bildet sich der Knochen zurück und es kommt zu einem im Röntgenbild sichtbaren Entzündungsherd.

  • Von diesen Entzündungsherden können akute Infektionen ausgehen, die in einzelnen Fällen bis zu schweren Abszessen fortschreiten können.
  • Aus dem Umgebungsgewebe der Wurzel können durch den Entzündungsreiz Zysten entstehen, die mitunter große Knochendefekte verursachen.
  • Von der Wurzelspitze aus kann es zu chronischen Infektionen des Knochens und des Knochenmarks, der sog. Osteomyelitis kommen.
  • Entzündungsherde im Oberkiefer können zu akuten oder auch chronischen Kieferhöhlenentzündungen führen.
  • Entzündungsherde der Zahnwurzeln können bei Erkrankungen oder Behandlungen, die das Immunsystem schwächen, zu einer Gefahr werden. Unter Chemotherapie oder bei der Unterdrückung des Immunsystems zur Organtransplantation können dadurch schwere Infektionen auftreten.

WELCHE RISIKEN HAT DIE WURZELSPITZENRESEKTION?

Neben den allgemeinen Risiken operativer Eingriffe wie Wundinfektionen oder auch selten Blutungskomplikationen gibt es typische Operationsrisiken, die bei der Entscheidung zu einer Wurzelspitzenresektion bedacht werden sollten.

  • Die unteren Zahnwurzeln liegen in der Nähe eines Nervs, der das Gefühl der Unterlippe, der unteren Zähne und des Zahnfleisches vermittelt (Abb. 3). Dieser Nerv kann bei der Wurzelspitzenkürzung geschädigt werden, so dass eine Gefühlsstörung (beispielsweise ein Taubheitsgefühl) entstehen kann. In seltenen Fällen kann diese Gefühlsstörung sogar dauerhaft bestehen bleiben.
  • Die oberen Zahnwurzeln liegen am Boden der Kieferhöhle. Wie durch den Entzündungsherd selbst können auch durch die Wurzelspitzenresektion Reizungen oder Infektionen der Kieferhöhle auftreten.
  • Wenn die Zahnwurzeln sehr eng stehen, könnten benachbarte Zahnwurzeln bei der Operation geschädigt werden.
  • Die Wurzelspitzenresektion führt nicht immer zum Erfolg. Es können auch danach erneute Entzündungen auftreten, die letztlich die Entfernung des Zahnes nötig werden lassen.
  • Unter Umständen wird erst während des operativen Eingriffs deutlich, dass der Zahn nicht erhalten werden kann. Auch wenn die Häufigkeit dieser Komplikationen insgesamt gering ist: Fragen Sie Ihren Zahnarzt/Ihre Zahnärztin nach der Einschätzung der Risiken in Ihrem speziellen Fall.

WANN SOLLTE EINE WURZELSPITZENRESEKTION DURCHGEFÜHRT WERDEN?

Die Empfehlung zu einer Wurzelspitzenresektion ist immer eine individuelle Entscheidung, die Ihr Zahnarzt/ Ihre Zahnärztin nach Ihrer speziellen Befundlage aussprechen wird. Es bestehen aber eine Reihe von Anhaltspunkten aus der wissenschaftlichen Fachliteratur und aus der Diskussion von Expertengruppen, die einen Rahmen für diese Empfehlung bilden. Demnach sollten Wurzelspitzenresektionen in folgenden Situationen empfohlen werden:

  • bei bleibenden Schmerzen und länger bestehenden Entzündungsherden des Knochens, die durch eine normale Wurzelbehandlung oder deren Wiederholung nicht beseitigt werden konnten
  • wenn Wurzelfüllmaterial über die Wurzelspitze hinaus gelangt ist und Schmerzen verursacht. Insbesondere besteht die Notwendigkeit zur Entfernung, wenn Füllungsmaterial in die Kieferhöhle oder in den Kanal des Unterkiefernerven gelangt ist
  • wenn extreme Krümmungen oder Formstörungen der Wurzeln eine normale vollständige Wurzelbehandlung nicht zulassen
  • bei Zähnen, deren Wurzelkanal (manchmal im Alter) spontan verschlossen und nicht mehr durch Behandlungsinstrumente zu öffnen ist, wenn diese Zahnwurzeln Entzündungen aufweisen

Bei folgenden Situationen sollte eine Empfehlung zur Wurzelspitzenresektion bedacht werden:

  • bei großen Entzündungsherden ab ca. 4-5 mm als Alternative/Ergänzung zur normalen Wurzelbehandlung
  • wenn ein Wurzelkanalinstrument abgebrochen ist und auf direktem Weg nicht entfernbar ist. Eine Entfernung ist allerdings nicht in jedem Fall notwendig
  • wenn die Wurzel bei der normalen Wurzelkanalreinigung (beispielsweise wegen starker Krümmung der Wurzeln) in der Nähe der Wurzelspitze perforiert wurde
  • wenn die Zahnwurzel in der Nähe der Wurzelspitze gebrochen ist und es zur Infektion gekommen ist
  • wenn eine Behandlung ausschließlich unter Narkose möglich ist
  • wenn auch nach klinisch und radiologisch einwandfreier Wurzelkanalfüllung Schmerzen über längere Zeit bestehen
  • bei der Freilegung oder Verletzung von Wurzelspitzen im Rahmen chirurgischer Eingriffe (z. B. Zystenentfernung)
  • wenn Zähne bereits durch eine Wurzelspitzenresektion behandelt wurden und ein erneuter Erhaltungsversuch unternommen werden soll
  • wenn auch nach klinisch und radiologisch einwandfreier Wurzelkanalfüllung Schmerzen über längere Zeit bestehen
  • bei der Freilegung oder Verletzung von Wurzelspitzen im Rahmen chirurgischer Eingriffe (z. B. Zystenentfernung)
  • wenn Zähne bereits durch eine Wurzelspitzenresektion behandelt wurden und ein erneuter Erhaltungsversuch unternommen werden soll

WIE WIRD EINE WURZELSPITZENRESEKTION ÜBLICHERWEISE DURCHGEFÜHRT?

In der Regel ist eine ambulante Behandlung unter örtlicher Betäubung möglich. Der Einsatz weiterer Verfahren im Rahmen der Schmerz- bzw. Angstausschaltung (Dämmerschlaf/Narkose) orientiert sich am Gesamtumfang der chirurgischen Maßnahmen, an allgemeinmedizinischen Kriterien und an der Präferenz des Patienten. Eine stationäre Behandlung kann beispielsweise bei schwerwiegenden Allgemeinerkrankungen oder besonderen OP-Verläufen indiziert sein. Die einzelnen Techniken der Wurzelspitzenresektion und die verwendeten Materialien unterliegen einer stetigen Weiterentwicklung. Eine generelle Empfehlung für ein einzelnes Verfahren kann daher nach derzeitigem Wissensstand nicht ausgesprochen werden. Ziel der Wurzelspitzenresektion ist ein bakteriendichter Wurzelkanalabschluss. Daher stellt die Wurzelspitzenresektion keinen Ersatz für eine exakte Wurzelkanalbehandlung dar, sondern erfordert eine vorherige oder eine intraoperative Wurzelfüllung.


WO FINDEN SIE WEITERE INFORMATIONEN?

BUNDESZAHNÄRZTEKAMMER
Arbeitsgemeinschaft der Deutschen Zahnärztekammern e.V.
KASSENZAHNÄRZTLICHE BUNDESVEREINIGUNG
Körperschaft des öffentlichen Rechts
Universitätsstraße 73
50931 Köln
Telefon: 0221-4001-0
Fax: 0221-40 40 35
E-Mail: post@kzbv.de
www.kzbv.de



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Kieferorthopädie für Kinder und Jugendliche

Durch moderne und komfortable Behandlungsmethoden lassen sich kaufunktionelle und ästhetisch störende Zahnfehlstellungen zügig und exakt korrigieren.

Für Kinder

Bereits im Kindesalter können Gewohnheiten wie Daumenlutschen, Lippensaugen, Lippenbeißen, Mundatmen oder ein falsches Schluckmuster zu Kiefer- und Zahnfehlstellungen führen. Aber auch angeborene oder vererbte Kieferfehlstellungen können die normale Kiefer- und Zahnentwicklung stören. Lassen Sie sich und Ihr Kind frühzeitig von uns beraten. Oft bewahrt eine präventive kieferorthopädische Behandlung Ihr Kind vor langwierigen umfangreichen Korrekturen.


Für Jugendliche

Die reguläre kieferorthopädische Behandlung beginnt meist im Alter von 9-11 Jahren mit dem Wechsel der Zähne im Seitenzahnbereich.


Herausnehmbare Zahnspangen

Solche Spangen bleiben nicht den ganzen Tag im Mund. Zum Essen und zum Sport werden sie aus dem Mund genommen. Manche Spangen werden auch nur in der Nacht und einige Stunden am Tag getragen. Herausnehmbare Zahnspangen bestehen aus Kunststoff und Draht. Um Zähne zu bewegen, werden manchmal kleine Federchen oder Schrauben eingearbeitet. Es gibt Spangen, die den Kiefer breiter machen oder einzelne gekippte Zähne wieder aufrichten. Wenn die Lage des Ober- und Unterkiefers zueinander nicht korrekt ist, kann dies mit einem sogenannten funktionskieferorthopädischen Gerät korrigiert werden (z.B. Aktivator, Bionator oder Fränkel). Muss zusätzlich zur Lagekorrektur des Ober- und Unterkiefers der Kiefer verbreitert werden und einzelne Zähne begradigt werden, verwenden wir herausnehmbare Vorschubdoppelplatten oder Rückschubdoppelplatten.

Festsitzende Zahnspangen

werden auch Multibracket- oder Multibandapparatur genannt. Sie bleiben die ganze Zeit fest im Mund. Dabei werden kleine Schlösschen (Brackets) mit einem Spezialkleber auf die Zähne aufgebracht. In den Brackets ist die Information gespeichert, wohin die Zähne bewegt werden sollen. Ein Draht (Bogen) verbindet alle Brackets miteinander. Da wir die Zähne effizient, aber sanft bewegen wollen, verwenden wir spezielle Bögen (superelastische Nickel-Titan Bögen). Alternativ zu den klassischen Brackets bieten wir auch selbstligierende Brackets für eine schnellere und angenehmere Behandlung, zahnfarbende Brackets aus Keramik und von außen nicht sichtbare Zahnspangen an (Lingualbrackets, zertifiziert für WIN®). Eine weitere nahezu unsichtbare und vollständig metallfreie Behandlungsmethode bietet Invisalign®.



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Kieferorthopädie für Erwachsene

Eine Korrektur von Kiefer- oder Zahnfehlstellungen ist bei Erwachsenen ebenso sinnvoll wie bei Kindern und Jugendlichen. Da sich Zähne ein Leben lang bewegen lassen, spielt das Alter keine Rolle.

Schiefe oder verschachtelte Zähne

sehen nicht nur unschön aus, sie lassen sich auch schwerer reinigen. Dies kann zu Karies oder Zahnfleischerkrankungen, bis hin zum Knochenverlust, führen. Durch eine kieferorthopädische Korrektur können die Zähne begradigt und somit die Mundhygiene erleichtert werden. Kieferfehlstellungen oder falsche Bisse führen zu einer unnormalen Abnutzung der Zahnoberfläche, zu einer gestörten Kaufunktion oder zu einer Überbelastung des Zahnhalteapparates. Oftmals sind die Zähne neben bereits länger verlorengegangenen Zähnen gekippt. Der Zahnarzt hat es dann schwer die Lücken optimal mit Zahnersatz zu versorgen (Implantate, Brücken, Kronen). Durch eine kieferorthopädische Korrektur können gekippte Zähne wieder aufgerichtet werden (präprothetische Kieferorthopädie). Neben den medizinischen Gründen für eine kieferorthopädische Behandlung spielt natürlich die Ästhetik ebenfalls eine große Rolle. Mit geraden Zähnen lächelt es sich einfach schöner!

Da sich viele Patienten ihre kieferorthopädische Korrektur nicht ansehen lassen möchten, gibt es neben den herkömmlichen Brackets aus Metall oder Keramik, welche auf die Außenseite der Zähne angebracht werden, auch nahezu unsichtbare Methoden. Wir arbeiten mit dem WIN®-Lingualsystem. Dabei handelt es sich um ein Verfahren bei dem die Brackets auf der Innenseite der Zähne befestigt werden. Sowohl die Brackets, als auch die Bögen werden individuell für Sie gefertigt und garantieren somit optimale Ergebnisse.

Eine weitere Behandlungsmöglichkeit ist die Zahnkorrektur mit durchsichtigen Schienen. Wir sind zertifiziert für Invisalign®. Zahnfehlstellungen werden bei Invisalign durch eine Reihe von individuell für Sie angefertigten und dadurch sehr komfortablen Alignern korrigiert. Diese herausnehmbaren Schienen sind auf den Zähnen fast nicht zu sehen. Alle zwei Wochen setzen Sie ein neues Aligner-Paar ein – und nach und nach, Woche für Woche, bewegen sich Ihre Zähne zur vorgesehenen Endposition.
(Quelle: www.invisalign.de).



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3D-Diagnostik

Wir verwenden eines der modernsten, computergestützten 3D-Röntgengeräte (DVT) um unsere Behandlung zu planen. Schon vor der Operation können wir ein 3D-Modell Ihres Kiefers erstellen und alle Behandlungsschritte simulieren.

Somit wird die Operation verkürzt und wir können den Eingriff schonender und präziser vornehmen. Für Sie bietet dies folgende Vorteile:


  • Geringere Belastung
    Deutlich geringere Strahlenbelastung als bei einer herkömmlichen Computertomographie (CT)

  • Verkürzte Behandlungszeiten
    Präzise Planung und schonender Eingriff

  • Verständliche Darstellung
    Wir klären Sie durch 3D-Visualisierung auf

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Und ausserdem...

Sport-Mundschutz

Sport-Mundschutz

Bei riskanten Sportarten können die Zähne schnell verletzt werden. Ein Sport-Mundschutz, der aus Kunststoff individuell geformt wird, kann die Zähne und den Kiefer vor Verletzungen schützen. Gehen Sie kein Risiko ein!



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Weitere Fragen...

Wir bitten Sie, sich bei weiteren Fragen telefonisch oder per bei uns zu melden, um gemeinsam einen individuellen Informations- und Beratungstermin zu finden.

Die Praxis

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Implantologie / Oralchirurgie

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Für Überweiser

Unsere Philosophie

 
  • Durch individuelle Behandlungskonzepte auf höchstem zahnmedizinischen Niveau gemeinsam zum Ziel
  • Reine Überweiserpraxis für Oralchirurgie und Implantologie somit garantierte Rücküberweisung
  • Teamwork
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  • Menschlichkeit
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  • Kompetenz

Was Sie von uns erwarten können

Service
  • Lückenloser Informationsausstausch
  • Gemeinsame Zeitstrahlplanung
  • Fachlich respektvoller Austausch als Bereicherung
  • Verantwortungsvolles Handeln
  • 24h telefonische Erreichbarkeit
Kommunikation
  • Individuelle Beratung
  • Abgestimmtes Behandlungskonzept
  • Informationsaustausch persönlich,
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Umsetzung
  • Schonende und atraumatische Behandlung

Ihre Vorteile

 
  • Zufriedenheit Ihrer Patienten
  • Routinierte Durchführung der Behandlung
  • Schneller Informationsaustausch
  • Hohe Wirtschaftlichkeit durch Konzentration auf das Wesentliche
  • Hospitation und Fortbildung für Sie und Ihr Team
  • Kompetenzgewinn durch hohes Niveau und konstante Patientenführung
  • Weiterempfehlung Ihrer Praxis durch zufriedene Patienten

Unsere Leistung

Diagnostik
  • Digitales Röntgen mit reduzierter Strahlenbelastung
  • Dreidimensionale Bildgebung mit modernstem Volumentomograph
  • Digitale Operationsplanung (3D-Simulation)
  • CAD/CAM Navigationstechnik
  • Schonende Behandlung und vorhersagbare Ergebnisse

 

Anästhesie
  • Minimalinvasive Lokalanästhesie
  • i.v. Sedation (Dämmerschlaf) zertifiziert für „Conscious Sedation in Oral Surgery“
  • Schonende Intubationsnarkose mit Larynxmaske
  • Entspannung für Patient und Behandler

 

Implantologie
  • Autologer Knochentransfer
    - Entnahme intraoral oder extraoral (Beckenkamminnenschaufel)
    - Horizontale und vertikale Augmentation
    - Direkter und indirekter Sinuslift
  • Einsatz von Knochenersatzmaterialien und Membranen
  • Ästhetische Implantatchirurgie
  • Periimplantitistherapie
Oralchirurgie
  • Schonende Weisheitszahnentfernungen
  • Schwierige Zahnextraktionen und -osteotomien
  • Wurzelspitzenresektionen mit retrograder Wurzelfüllung
  • Zahn-(Keim-) Transplantationen
  • Operative Behandlung von Zysten
  • Exostosenentfernung
  • Entfernung von Fremdkörpern und Osteosynthesematerialien
  • Kieferhöhlenoperationen
  • Traumatologie
  • Mundschleimhauterkrankungen
Parodontalchirurgie
  • Chirurgische Behandlung von Parodontitiden
  • Regenerative Techniken
  • Kronenverlängerung (ästhetisch/ prothetisch)
  • Rezessionsdeckung
  • Augmentation von Hart- und Weichgewebe

Die Zusammenarbeit

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Inhaltlich Verantwortlicher gemäß § 10 Absatz 3 MDStV: Dr. med. dent. Matthias Kebernik, Erich-Weinert-Str. 32, 39104 Magdeburg
Fon 0391-59779344, Fax 0391-25858415, E-Mail:
Berufsbezeichnung: Zahnarzt, Fachzahnarzt für Oralchirurgie (verliehen in der Bundesrepublik Deutschland)
Zuständige Aufsichtsbehörde: Kassenzahnärztliche Vereinigung Sachsen-Anhalt, Dr.-Eisenbart-Ring 1, 39120 Magdeburg
Zuständige Kammer: Zahnärztekammer Sachsen-Anhalt, Große Diesdorfer Str. 162, 39110 Magdeburg
Es gelten folgende berufsrechtliche Regelungen: Heilberufe Kammergesetz, Zahnheilkundegesetz, Berufsordnung, Gebührenordnung für Zahnärzte (GOZ)
Die genannten Regelungen sind einsehbar auf: Zahnärztekammer Sachsen-Anhalt

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Quelle und weitere Informationen: just law Rechtsanwälte Göttingen

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